Frauenforum Brühl Hürth e.V.
Beratung in Fällen von sexualisierter Gewalt
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© 2016 Frauenforum Brühl Hürth e.V.

Frauenforum Brühl Hürth e.V.

Ausbrüche aus einem gewaltbesetzten Alltag

Wir sind eine Fachberatungsstelle für Frauen und Mädchen, die von sexueller und/oder körperlicher Gewalt betroffen sind oder
waren. Wir bieten Beratung und Hilfe bei seelischen und körperlichen Grenzverletzungen wie z.B.:
  • Aufklärung nach dem neuen Gewaltschutzgesetz
  • Beratung bei sexueller Grenzüberschreitung
  • Beratung bei sexuellem Missbrauch
  • Beratung bei - auch versuchten - Vergewaltigungen inner- und außerhalb der Ehe oder nichtehelicher Lebensgemeinschaft
  • Beratung bei körperlicher Gewalt
  • Vermittlung von Rechtsbeistand
  • Vermittlung in ein Frauenhaus
  • Begleitung bei polizeilichen Anhörungen
  • Sozialbeistand bei Gerichtsverfahren
  • Vermittlung von wirtschaftlichen Hilfen
  • Packen des „Notfallkoffers“
  • Therapeutische Angebote

 

Ziel von Intervention und Beratung ist die Beendigung der Gewalt.

In einer akuten Notfallsituation werden  Klientinnen meist mit der Einverständniserklärung  der Frau oder des Mädchens
durch die Polizei informiert, (oder die betroffene Frau ruft persönlich an). 
Wir bieten eine sofortige oder zeitnahe Beratung an. Die Hilfen bestehen zum einen, den Frauen Schutz vor der
aktuellen Gewaltsituation zu vermitteln, sich Hilfen zu holen (Freunde, Nachbarn, Familie), wenn sie in der Wohnung verbleiben,
sie emotional zu beruhigen, wenn sie sich in einer psychischen Ausnahmesituation befindet, ihre Ängste zu besprechen und
Sicherheitsvorkehrungen zu vereinbaren. Wir bitten sie, gesundheitliche und medizinische Abklärung ihrer Verletzungen in
Anspruch zu nehmen und attestieren zu lassen. 
Möchte die Frau das Gefahrenfeld ganz verlassen, vermitteln wir ihr und ihren Kindern
einen Platz in einem Frauenhaus.
 
Der Schutz der betroffenen Opfer ist das Wichtigste und kann nur gemeinsam mit der betroffenen Frau entwickelt und bestimmt
werden.
Im Rahmen einer wirtschaftlichen Beratung zeigen wir ihnen Möglichkeiten, ihre wirtschaftliche Situation zu sichern, durch
anwaltliche Hilfe und Begleitung zu den Jobcentern, ebenso Mithilfe bei einer Ausbildung und Jobsuche.
Langfristig bieten wir den Frauen die Aufarbeitung ihrer traumatischen Verletzungen durch psychologische und psychosoziale
Interventionen an.
Mit Ausbildungs- oder Arbeitsintegrationsangeboten bieten wir ihr Chancen, ihre wirtschaftliche Autarkie her zu stellen, um
langfristig unabhängig auch von dem „Ersatzmann“ Sozialamt oder Job-Center zu werden.

 

Wir möchten die selbstbestimmten, eigenverantwortlichen Handlungs- und Entscheidungsmöglichkeiten von Mädchen und Frauen
stärken. Es werden Informationen zum Thema sexueller Missbrauch gegeben und Handlungsmöglichkeiten für unterstützende Personen
erarbeitet. Außerdem bietet die Fachberatungsstelle Hilfe bei der Suche nach geeigneten Therapeuten, Kliniken, Ärzten und
Rechtsanwälten an.
Die Beratungen selbst können telefonisch, per E-Mail oder persönlich stattfinden. Prinzipiell unterliegen die Mitarbeiterinnen der Fachberatungsstelle hierbei der Schweigepflicht und bieten unter anderem an, die Beratung anonym durchzuführen.
Es werden darüber hinaus therapeutische Interventionen zur Traumataaufarbeitung angeboten, insbesondere bei
Posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS).